Mohnblüte in Oberösterreich

Mohnblüte in Oberösterreich
Mohnfeld.

Ja, genau – in Oberösterreich. Die bekannteste österreichische „Mohngegend“ ist sicher das Waldviertel. Die Graumohnblüte dort ist ein Anziehungspunkt für Touristen und neben dem eigentlichen Produkt mittlerweile sicher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gegend (welcher Fotograf kann einem blühenden Blumenfeld schon widerstehen…). Im Waldviertel blüht der Mohn aber noch nicht (Stand 20.06.2019), dafür habe ich in der unmittelbaren Umgebung meines Heimatortes zwei bereits blühende Felder entdeckt. So eine Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen – einmal nicht zwischen 3 und 4 Uhr morgens aufstehen um einen Sonnenaufgang zu fotografieren. Sondern erst um 04:30 Uhr.

Schlaftrunken habe ich mir also den Kamerarucksack geschnappt. Und habe dann erst bei der Location bemerkt, dass die Filter nach der gestrigen Putzaktion nicht wieder im Rucksack gelandet sind. Pech gehabt, es musste also ohne gehen.

Die Sonne hat sich eine ganze Zeit lang hinter einem Wolkenband versteckt. Das machte es für mich natürlich etwas leichter, der Kontrast zwischen Himmel und Boden war dadurch nicht ganz so extrem. Unterbelichten musste ich dennoch etwas, damit die Lichter nicht zu sehr „ausfressen“ (in der RAW-Entwicklung konnte ich das dann aber problemlos wieder ausgleichen – meine Kamera bietet hier genug Dynamikumfang).

Mohnfeld
Blühendes Mohnfeld.

Das Blütenmeer war einfach atemberaubend schön – da ist es dann auch vergessen, dass der Wecker so bald in der Früh geläutet hat.

Mohnblüte
Eine Mohnblüte im Detail.

Nach einiger Zeit habe ich mich dann entschieden vom Weitwinkelobjektiv zum Tele zu wechseln. Damit eröffnen sich natürlich nochmal ganz andere Blickwinkel: es wird leichter eine Blüte in den Mittelpunkt des Bildes zu setzen. Ich nutze derzeit gerne eine manuelle 135mm-Festbrennweite von Minolta. 135mm empfinde ich als tolle Brennweite für Blümchen, vor allem in Kombination mit einer Offenblende von 2.8 lässt sich das Motiv wunderbar freistellen. (Außerdem sind gerade alte, manuelle Festbrennweiten wie eben mein Minolta-Objektiv oft sehr günstig zu bekommen – ideal, wenn man einfach mal testen will, ob einem die Brennweite und der Einsatzbereich liegen.)

Mohnblüten im Gegenlicht.
Mohnblüten im Gegenlicht.
Mohn.

Um kurz vor 6 Uhr war das schöne, goldene Licht dann leider auch schon wieder weg und ich habe Kamera und Stativ wieder eingepackt und mich auf den Heimweg gemacht.

This Post Has 2 Comments

  1. tolle Fotos – sehenswert – leider ist die Schrift viel zu hell und sehr schlecht zu lesen –
    schade, dass so etwas passiert.

    1. Hallo Gottfried, danke für das Feedback! Mir ist das bisher noch nie aufgefallen bzw. hat es mich nicht gestört… aber ich habe nun mal zwei der Blogbeiträge auf eine dunklere Schrift umgestellt und siehe da: man merkt den Unterschied! Zukünftig wird die Schrift also dunkel sein.

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