Pießling Ursprung.
Unterwegs mit der Kamera

Spaziergang zum Pießling Ursprung

Um mein neues KASE-Filtersystem weiter zu testen, habe ich einen Spaziergang zum Pießling Ursprung gemacht. Das Wetter war ideal für mein Vorhaben: bewölkt, am Tag vorher hatte es geregnet. Ich hatte bei diesem Ausflug den KASE K8-Filterhalter, den Polarisationsfilter sowie einen Medium-Grauverlaufsfilter mit 3 Stops dabei. Außerdem noch Graufilter in verschiedenen Stärken, welche aber vom britischen Hersteller LEE sind und die ich schon länger in Verwendung habe. (Mein bestellter, neuer ND-Filter ist zwar mittlerweile auf dem Weg zu mir und kommt hoffentlich diese Woche noch, bei diesem Ausflug musste ich aber ohne ihn auskommen… ein zweiter, umfangreicherer Test wird also folgen.) Der Unterschied zwischen den beiden Herstellern ist, dass KASE nur (?) Glasfilter herstellt und LEE auch Kunststofffilter. Meine LEE-Filter sind aus Kunststoff. Aber jetzt erstmal genug der „Filter-Theorie“.

Auf den Weg zum Pießling Ursprung durchquert man das Firmengelände des Sensenwerks Schröckenfux und kommt dort an einem tollen Fotospot vorbei.

Sensenwerk Schröckenfux
Aufgenommen mit Polarisationsfilter und Graufilter ND1.2, um eine Belichtungszeit von 2s zu erreichen.

Bei diesem Bild hatte ich gleich einmal den Polfilter im Einsatz. Der Hersteller KASE hat hier eine wirklich geniale Lösung gefunden: der Polarisationsfilter wird mittels Magnet am Filterring befestigt! Das nervige Schrauben fällt weg, einfach den Filter nah genug an den, am Objektiv befestigten Filterring halten und schwupp… sitzt und hält! Der Halter für die Filterplatten wird dann vor dem Polarisationsfilter auf den Ring geschraubt. Hier setzt KASE im Gegensatz zu anderen doch auf eine Schraublösung, hier stört mich das weniger – denn bei meinem bisherigen System ist es mir schon passiert, dass der Federstößel nicht richtig eingerastet ist und der Filterhalter inklusive Filter sich in Richtung Boden verabschiedet haben. Unschön, vor allem, da man dann im blödesten Fall beträchtliche Geldsummen in einem Bach versenkt. Der Filterhalter ist auch kompatibel mit anderen 100mm-Steckfiltern. Meine LEE-Filter kann ich also problemlos mit dem Polarisationsfilter kombinieren, um noch längere Belichtungszeiten zu erreichen.

Am Sensenwerk vorbei folgt man dann der Pießling zu ihrer Quelle – dem namensgebenden Pießling Ursprung! Als eine der größten Karstquellen Österreichs liefert sie eine Wassermenge, die täglich 700.000 Menschen versorgen könnte.

Der Bachlauf.
Der Bachlauf.

Fotografisch bietet die Gegend also vor allem schöne Möglichkeiten für Langzeitbelichtungen – es geht schließlich immer am Bach entlang.

Tolles, intensives Frühlingsgrün.
Ein Wasserfall unterhalb der Quelle.

Der Polfilter ist hier immer wieder meine erste Wahl gewesen. Er sorgt sowohl dafür, dass lästige Spiegelungen minimiert werden als auch für intensivere Farben. Der KASE-Filter dunkelt weniger stark ab als die Polarisationsfilter, die ich bisher im Einsatz hatte. Das heißt, dass für längere Belichtungszeiten schneller einmal zusätzlich ein ND-Filter benötigt wird, dafür sind Freihandaufnahmen bei Tageslichtsituationen mit dem KASE-Filter vermutlich einfacher möglich (habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich für Landschaftsfotos meistens ein Stativ nutze).

Wasserfall
Nochmal der Wasserfall.

Für den Rückweg bietet es sich an den Bach entlang einfach wieder zum Sensenwerk zu spazieren, habe ich schon ein paar Mal gemacht und mich deshalb bei diesem Besuch dagegen entschieden. Überquert man stattdessen eine kleine Brücke und folgt dem „braunen Sensenthemenweg“ (die verschiedenen Wanderwege sind ausgewiesen und es gibt entlang der Strecke regelmäßig Übersichtskarten) kommt man mit schönem Ausblick auf die umgebenden Berge und blühende Obstbäume zum Sensenwerk und damit zum Parkplatz zurück.

Blühende Bäume in der Phyrn-Priel-Region.
Blühende Bäume in der Pyhrn-Priel-Region.

Hinweis: Da in diesem Beitrag Marken genannt werden und erkennbar sind, handelt es sich um Werbung. Das ist unabhängig davon, dass von den genannten Herstellern keine Gegenleistung erfolgt.

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